Mundkrebs – Symptome und Behandlung
Mundkrebs ist eine Krebsart, die von der Schleimhaut ausgeht und typischerweise an Lippen, Zunge, hartem Gaumen (Gaumenbereich – Munddach), Mundboden, Wangen oder im Bereich der Weisheitszähne auftritt. Diese Krebsarten verhalten sich je nach Lage unterschiedlich und gelten als aggressive Krebsformen.
Was ist Mundkrebs?
Mundkrebs entsteht durch das Wachstum von Zellen, die nicht auf oder um die Oberfläche von Mund oder Lippen vorhanden sein sollten. Je früher die Diagnose, desto besser die Erfolgsrate. In der Regel ist die erste Wahl die Operation. Das Operationsgebiet wird in der Regel weit und sicher mit klaren Rändern gehalten, und die entnommenen Gewebe müssen pathologisch beurteilt werden. In einigen Fällen können zusätzlich zur Operation Chemo- oder Strahlentherapie angewendet werden. Außer bei Gaumenkrebs erfordert die Mundkrebs-Chirurgie in der Regel auch eine Neck-Dissektion.
Mundkrebs fällt in das Gebiet der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und der Kopf-Hals-Chirurgen. Er kommt bei Männern etwa doppelt so häufig vor wie bei Frauen.
Was verursacht Mundkrebs?
Zu den wichtigsten Faktoren zählen Tabak- und Alkoholkonsum, familiäre Vorgeschichte von Mundkrebs, das HPV-Virus, langjährige Sonneneinstrahlung und Probleme des Immunsystems.
Welche Symptome hat Mundkrebs?
Wenn eines der folgenden Symptome länger als 2 Wochen anhält, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
- ● Mundgeruch
- ● Unerklärlicher Gewichtsverlust
- ● Gefühl, als stecke ständig etwas in der Kehle
- ● Taubheitsgefühl in Zunge, Lippe oder einem bestimmten Bereich des Mundes
- ● Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken
- ● Unfähigkeit, Kiefer und Zunge zu bewegen
- ● Heiserkeit
- ● Anhaltende, nicht abheilende Halsschmerzen
- ● Nicht heilende Wunden im Mund/an den Lippen
- ● Knoten oder anhaltende Schwellung im Mund
- ● Verfärbter Bereich im Mund
- ● Schwellung und Verdickung der Wangen
Wie wird Mundkrebs diagnostiziert?
Zur Diagnose werden zunächst eine körperliche Untersuchung, ein Panorama-Röntgen und bei Bedarf eine CT durchgeführt. Stellt der Zahnarzt eine auffällige Gewebeveränderung, einen Knoten oder eine Schwellung fest, die nicht auf Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen zurückgeht, kann die Diagnose bei der Untersuchung oder per Biopsie gestellt werden. Anschließend bestimmt der Arzt die Ausbreitung des Krebses mit weiteren Tests.
Diese Tests können je nach Fall unter anderem umfassen:
- ● Thorax-CT zur Überprüfung der Lymphknoten
- ● Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Suche nach Krebs in anderen Körperregionen
- ● Kopf-Hals-MRT (Magnetresonanztomographie)
Behandlung von Mundkrebs
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten; der Ablauf hängt von Lage und Stadium des Krebses sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand ab. Am häufigsten kommt die Operation zum Einsatz. Dabei werden das Tumorgewebe und ein Teil des umgebenden gesunden Gewebes entfernt. Hat der Krebs die Lymphknoten befallen, werden diese ebenfalls entfernt.
Nach dem Eingriff kann vorübergehend eine Schmerztherapie nötig sein, um Ödeme und essensbedingte Beschwerden zu lindern; das Ödem kann einige Wochen abklingen. Das Operationsteam entscheidet, ob nach der OP eine Strahlen- oder Chemotherapie nötig ist.
Die Strahlentherapie dient dazu, mikroskopisch kleine Krebszellen zu beseitigen, die bei der Operation nicht vollständig entfernt werden konnten, mittels hochenergetischer Strahlen. Sie kann Blutungen und Schluckbeschwerden lindern. Häufige Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Zahnfleischrückgang, verzögerte Wundheilung im Mund, Veränderungen von Geruchs- und Geschmackssinn sowie örtliche Entzündungen.
Die Chemotherapie setzt Medikamente ein, die die Vermehrung der Krebszellen hemmen. Sie hat verschiedene Nebenwirkungen, kann aber teils allein, teils in Kombination mit der Operation eingesetzt werden.
Die Immuntherapie nutzt Medikamente, die das eigene Immunsystem bei der Bekämpfung des Krebses unterstützen.